
Ägypten ist ein Land, das sich am Fluss entlang aufreiht. Vom Delta bis zur Grenze nach Nubien liegt fast alles bewohnbare Land in einem schmalen grünen Band, links und rechts davon die Wüste. Einundzwanzig Tage lang ging die Fahrt im Jahr 2025 von Kairo nach Süden, über die Pyramidenfelder von Gizeh, Sakkara, Dahschur und Meidum, durch die Senke des Faiyum, weiter am Nil entlang bis Luxor, Assuan und Abu Simbel, dann quer durch die Wüste an die Küste des Roten Meeres und von dort über Sues zurück in den Norden. Die Bilder dieser Reise handeln fast alle von Stein. Von Stufen, die in mehreren Bauphasen entstanden sind, von Böschungen, die mitten im Bau korrigiert wurden, und von Wänden, auf denen Zeichen in langen Reihen beieinander stehen. Die Arbeiten der Reise sind daraus entstanden.
Kairo, am Anfang des Nils
Kairo liegt dort, wo sich der Nil in das Delta auffächert. In der weiteren Stadt leben mehr als zweiundzwanzig Millionen Menschen, es ist die größte Ansiedlung Afrikas. Am ersten Vormittag stand ich auf einem Dach im Süden: Antennen, Wassertanks, halbfertige Mauern, dazwischen die Türme und Minarette, alles in einem Dunst, der den Himmel flach macht.
Unten arbeitet die Stadt in ihren Nischen. In einer Garage stehen Werkbänke, auf einem Handwagen liegen Zitronen in Netzen, ein Reiter hält vor einem Imbiss, der bis in die Nacht offen bleibt. Wo die Häuser aufhören, beginnt sofort der Sand.


Reiter vor dem Nachtimbiss
Ein Reiter zieht im Dunkeln an einem hell erleuchteten Imbiss vorbei.
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ab 79,00 €
Gizeh: das Feld der Pyramiden
Zwölf Kilometer südwestlich des Zentrums steht die bekannteste Gruppe von Bauten der Welt. Die Große Pyramide des Cheops war ursprünglich etwa 146 Meter hoch, von ihrer Verkleidung aus feinerem Tura-Kalkstein hat nur der obere Mantel der Chephren-Pyramide einen Rest behalten. Vor den beiden liegt der Sphinx, aus dem gewachsenen Fels gearbeitet, im langen Licht des Nachmittags.
Was ich nicht erwartet hatte: Diese Bauten stehen nicht in einer leeren Wüste. Sie stehen am Rand einer Stadt, die bis an ihren Fuß reicht.


Pyramide des Chephren im Gegenlicht
Eine Pyramide steht als schwarze Silhouette vor dem warmen Abendhimmel.
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Sphinx vor der Pyramide
Der Sphinx liegt vor der Pyramide, beide aus demselben Kalkstein.
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Das neue Museum am Wüstenrand
Zwei Kilometer von den Pyramiden entfernt steht seit dem 1. November 2025 das Grand Egyptian Museum, das größte Museum der Welt für eine einzige Zivilisation, mit mehr als hunderttausend Artefakten. Es liegt auf einer Terrasse am Rand der Wüste, die Fassade ist in große Dreiecke aufgelöst, und durch das Atrium fällt der Blick auf die Pyramiden.
In der Halle steht eine Kolossalstatue aus hellem Stein, gemessen an ihr ist ein Mensch kaum höher als ihr Sockel. In einer Vitrine hängt die bemalte Mumienmaske des Senu, mit Augen, die einen ansehen.



Mumienmaske des Senu
Die Maske des Senu steht bemalt auf einem Ständer im dunklen Museumsraum.
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Sakkara: der älteste Bau aus Stein
Rund dreißig Kilometer südlich der Stadt liegt Sakkara, der Begräbnisplatz des alten Memphis. Hier steht die Stufenpyramide des Djoser, der erste Pyramidenbau überhaupt und der älteste große Bau aus behauenem Stein: sechs Stufen, ursprünglich rund sechzig Meter hoch und mit poliertem weißem Kalkstein verkleidet, umgeben von einem Bezirk mit Wänden und Höfen.
Im Grab des Ti sind Rinderherden, Fangnetze und Bootsbauer in flachem Relief eingemeißelt. In der Pyramide des Unas tragen die Wände der Grabkammer lange Kolonnen aus Schriftzeichen, die ältesten religiösen Texte, die aus Ägypten überliefert sind. Ein Stück weiter nördlich, in Abusir, liegen die Basen des Säulenwegs von Sahure im Sand.


Sechs Stufen des Djoser
Sechs Stufen des Djoser steigen auf, jede schmaler als die vorige.
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ab 79,00 €
Dahschur und Meidum: die Versuche des Snofru
Snofru hat mehr Pyramiden gebaut als jeder andere König, und keine gleicht der anderen. In Dahschur steht die Knickpyramide, deren Böschung mitten im Bau flacher gesetzt wurde, sodass die Kanten einen sichtbaren Versatz haben; daneben errichtete er die Rote Pyramide, den ersten ganz regelmäßigen Bau dieser Form. In Meidum liegt die ältere Anlage, deren Verkleidung abgestürzt ist, sodass nur der Stufenkern mit einem Schuttkegel geblieben ist.
Zusammen mit Gizeh und Abusir gehören diese Felder seit 1979 zum Weltkulturerbe Memphis und seine Nekropole.


Knickpyramide des Snofru
Die Knickpyramide des Snofru: unten steiler, oben flacher, Verkleidung erhalten.
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Der Faiyum: See, Salz und Lehmziegel
Westlich von Kairo senkt sich das Land in die Faiyum-Senke, bis auf dreiundvierzig Meter unter den Meeresspiegel. Der Qarunsee füllt ihren nördlichen Teil, gespeist wird er vom Bahr Yussef, der bei Lahun Nilwasser in die Senke leitet. Am Ufer stehen Reiher, die Dünen schieben sich an den flachen Strand, das Wasser schmeckt salzig.
An der Westseite liegen die Reste von Soknopaiu Nesos: Mauern aus Lehmziegeln, zwischen denen ein schmaler Durchgang durch das Ruinenfeld führt. Auch der Stufenbau des Sesostris II. bei El-Lahun gehört hierher, von seiner Verkleidung ist nur der abgetragene Kern geblieben.


Durchgang zwischen Lehmmauern
Zwischen zwei Nischenwänden aus Lehmziegeln führt ein Durchgang in die Wüste.
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Theben: Luxor und das Westufer
Luxor liegt rund 670 Kilometer südlich von Kairo, an der Stelle des alten Theben. Am Ostufer stehen der Tempel von Luxor und die Anlage von Karnak, verbunden durch eine Achse aus Widder-Sphinxen; Ramses II. hat dem Tempel den Hof, die Pylonen und einen der Obelisken aus Assuaner Granit hinzugefügt. Am Westufer, hinter dem grünen Streifen der Felder, öffnen sich die Täler der Könige und der Königinnen.
Unter dem Kalkfelsen von Deir el-Bahri liegen die Terrassen des Hatschepsut-Tempels. Am Morgen hängen die Ballons über dem Westufer, am Abend legen die Feluken mit dunklen Masten am Ufer an.



Silhouette am Flussufer
Die Uferzeile steht als dunkle Silhouette vor dem goldenen Abendhimmel.
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Fahrgastboot in der Dämmerung
Ein zweistöckiges Boot mit Fensterreihen zieht in der Dämmerung über das Wasser.
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ab 79,00 €
Abu Simbel, Assuan und Abydos
Ganz im Süden steht der Felsentempel von Abu Simbel mit seinen vier sitzenden Kolossalfiguren, jede rund zwanzig Meter hoch. Weiter nördlich liegt Assuan am Ersten Katarakt, mit den Granitbrüchen, aus denen Obelisken und Kolossalstatuen geschnitten wurden, und mit der Insel Elephantine im Fluss.
Die Isis-Tempel von Philae wurden in rund vierzigtausend Blöcke zerschnitten und auf die Nachbarinsel Agilkia versetzt, weil der Stausee die alte Insel überflutet hat. Nördlich davon liegt Abydos mit dem Totentempel des Sethos I., dessen Wände in langen Reihen beschriftet sind. Hier wurde Osiris verehrt, und einmal im Jahr spielte die Stadt seinen Tod und seine Rückkehr als Fest.



Bis an das Rote Meer
Von Qena aus läuft die Straße quer durch Oberägypten an die Küste, vorbei an Feldern, auf denen das Stroh in Garben gestellt wird. Im Norden endet das Meer im Golf von Sues zwischen Hafenanlagen und den Schornsteinen eines Kraftwerks; diese Küste trägt wenig Schmuck, sie arbeitet.
Auf dem Rückweg lag noch einmal die Senke des Faiyum vor mir, der See in der Ferne und eine weite, leere Ebene aus Kies und Sand. Am letzten Tag war ich wieder in Kairo.


Werke dieser Reise
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Fahrgastboot in der Dämmerung
79,00 € – 149,00 € -
Boot vor der Abendsonne
79,00 € – 149,00 € -
Silhouette am Flussufer
79,00 € – 149,00 € -
Pyramide des Sesostris II.
79,00 € – 149,00 € -
Spornkiebitz im Kies
79,00 € – 149,00 € -
Bogenöffnung in der Wüste
79,00 € – 149,00 € -
Durchgang zwischen Lehmmauern
79,00 € – 149,00 € -
Drei Stufen der Meidum-Pyramide
79,00 € – 149,00 € -
Feldunterstand im Getreide
79,00 € – 149,00 € -
Blockreihen der Roten Pyramide
79,00 € – 149,00 € -
Knickpyramide des Snofru
79,00 € – 149,00 € -
Stufenpyramide des Djoser hinter Palmwedeln
79,00 € – 149,00 € -
Säulen und Palmen im Sand
79,00 € – 149,00 € -
Mumienmaske des Senu
79,00 € – 149,00 € -
Ruinenpyramide des Userkaf mit Eingang
79,00 € – 149,00 € -
Schriftkolonnen in der Pyramide des Unas
79,00 € – 149,00 € -
Sechs Stufen des Djoser
79,00 € – 149,00 € -
Säulengang unter der Djoser-Pyramide
79,00 € – 149,00 € -
Zwei Figuren an der Stufenpyramide des Djoser
79,00 € – 149,00 € -
Säulenweg vor der Pyramide des Sahure
79,00 € – 149,00 € -
Gasse mit Wäscheleinen
79,00 € – 149,00 € -
Helle Zeichen auf dunklem Grund
79,00 € – 149,00 € -
Kartuschen in der Sandsteinwand
79,00 € – 149,00 € -
Schriftzeichen in dunklem Gestein
79,00 € – 149,00 € -
Neun Zeilen voller Zeichen
79,00 € – 149,00 € -
Ankh und Augen im Relief
79,00 € – 149,00 € -
Pyramide des Chephren im Gegenlicht
79,00 € – 149,00 € -
Sessel in der Wüste
79,00 € – 149,00 € -
Sphinx vor der Pyramide
79,00 € – 149,00 € -
Kamele vor den Pyramiden
79,00 € – 149,00 € -
Königinnenpyramide mit Gerüst
79,00 € – 149,00 € -
Königinnenpyramide aus groben Blöcken
79,00 € – 149,00 € -
Pyramide des Chephren
79,00 € – 149,00 € -
Stufenpyramide des Mykerinos mit dunkler Öffnung
79,00 € – 149,00 € -
Sphinx im Vormittagslicht
79,00 € – 149,00 € -
Lampe vor blauem Himmel
79,00 € – 149,00 € -
Zitrusfrüchte in Netzen
79,00 € – 149,00 € -
Reiter vor dem Nachtimbiss
79,00 € – 149,00 €





































